Kanonendonner über Villingen - Zeitreise einer wehrhaften Stadt

"Die Nacht senkt sich über die Stadt. Vor der Stadtmauer lagern Soldaten, Ritter und Landsknechte. In der alten Schänke herrscht ausgelassene Stimmung."

Was sich anhört wie aus einem Roman, wird im Juli Wirklichkeit werden. Geplant ist ein Multiperioden-Biwak entlang der Stadtmauer über das Wochenende von Freitag 21.07.2017 bis Sonntag 23.07.2017. Während der drei Tage können Episoden aus verschiedenen relevanten Epochen unserer Stadtgeschichte live erlebt werden. Darsteller zeigen das Leben der Ritter, aufständischer Bauern, Landsknechte und Musketiere sowie der Soldaten der Revolutionszeit. In gespielten Szenen und verschiedenen Vorführungen wird dem Zuschauer die Geschichte direkt zum Anfassen präsentiert. Durch das Einbinden der Zuschauer und dem direkten Kontakt mit den Darstellern entsteht die Atmosphäre einer Zeitreise. Diese findet seinen Höhepunkt in der akustischen Darstellung der Beschießung Villingens während einer Belagerung. Eine große Anzahl von Geschützen und Musketen auf den Anhöhen um Villingen sollen für ein unvergessliches Erlebnis sorgen.


"Die Nacht senkt sich über die Stadt. Vor der Stadtmauer lagern Soldaten, Ritter und Landsknechte. Die Lagerfeuer lodern, in der alten Schänke am Elisabethenturm herrscht ausgelassene Stimmung. Gruppen aufständischer Bauern ziehen durch die Straßen der Stadt, misstrauisch beobachtet von den kaiserlichen Landsknechten. Obrist Äscher hält seine Truppenschau ab und schwört die Bürger auf die Verteidigung der Stadt ein. Das Militär ist überall präsent in der Stadt, Zollkontrollen, Requirierung und Einquartierungen bereits zum Alltag geworden."


 

Während des 1200-jährigen Bestehens durchlebte die Stadt Villingen manch kriegerische Periode und musste wehrhaft die Stadtmauern umkämpfen. Nach der Ernennung zur Reichsstadt im Jahre 1218, wurde Villingen im Laufe der Jahre zur Festung ausgebaut. Während der Bauernkriege wurde die Stadt bedroht, jedoch nie ernsthaft belagert. Insgesamt trotzte die Stadt vier Belagerungen, drei davon im 30-Jährigen Krieg und eine 1704 im Spanischen Erbfolgekrieg durch die Franzosen. Auch blieb Villingen nicht von der französischen Revolution und den Koalitionskriegen verschont. Teuerung, häufige Einquartierungen von Soldaten und Kontributionszahlungen brachten die Villinger in arge Bedrängnis. 1796 tönte Kanonendonner durch die Straßen. Kugeln flogen über die Stadt, als sich Franzosen und Österreicher an der Altstadt bekämpften.


 

Vorläufiges Programm

Freitag 21.07.2017 

  • Ab 12:00 Uhr: Eintreffen der Gruppen und Errichtung des Biwaks.
  • Anschließend Lagerleben 

Samstag 22.07.2017 

  • 10:00 Uhr: Öffnung des Biwaks für die Öffentlichkeit 
  • 10:30 Uhr: Sternmarsch der Gruppen durch die Fußgängerzone zum Marktplatz 
  • 11:00 - 16:00 Uhr: Belebung der Innenstadt und des Biwaks  Torwachen, Patrouillen, Zollkontrollen, Aufführungen, Spielszenen, Handwerksvorführungen, kleine Scharmützel und Gefechtsszenen verschiedener Epochen 
  • 17:00 Uhr: Abmarsch aller Artilleriegruppen zur Darstellung "Beschießung der Stadt" auf dem Hubenloch
  • 18:00 Uhr: Darstellung "Beschießung der Stadt" mit mehr als 30 Geschützen
  • 19:00 Uhr: Rückmarsch in die Innenstadt
  • Anschließend Lagerleben

Sonntag  23.07.2017

  • 10:00 Uhr: Öffnung des Biwaks für die Öffentlichkeit 
  • Ab 10:00 Uhr: Belebung der Innenstadt und des Biwaks (wie Samstag.)
  • 12:30 Uhr: Aufmarsch aller Gruppen in der Fußgängerzone mit offiziellem Abschlussappell.
  • Anschließend Lagerleben
  • Ab 16:00 Uhr: Abbau des Biwaks und Abreise der Teilnehmer

 

 

Weitere Informationen

» Lageplan der Veranstaltung »

» Anmeldungsbogen für Darstellungsgruppen »

» Liste der angemeldeten Gruppen »